Pressemitteilung zur antifaschistischen Demonstration “Das Hinterland aufwühlen! Den III. Weg stoppen”

Folgende Mitteilung wurde am Mittwoch an die Presse versendet:

Am 1. Mai will in Gera der rassistisch-nationalistische Mob der als Partei getarnten Organisation Der III. Weg um das ehemalige Freie Netz Süd aufmarschieren. Die Partei Der III. Weg folgt rhetorisch, inhaltlich und in ihren Aktionen der Agitation „Freier Kameradschaften“ und gibt sich antikapitalistisch. Die Losung „Kapitalismus zerschlagen – für Familie, Heimat, Tradition“ im Aufruf macht dabei deren völkischen, antifeministischen und reaktionären Charakter mehr als deutlich. „Wir werden uns dagegen wehren, dass die Neonazis am 1. Mai oder einem anderen Tag unbehelligt in den Straßen rassistische und nationalistische Hetze betreiben“, erklärt Willi Holzmann, Pressesprecher des Vorbereitungsbündnisses der Demonstration Das Hinterland aufwühlen.

Unser Motto „Antifa bleibt Landarbeit“ soll darauf hinweisen, dass Neonazistrukturen wie der III. Weg gerne ländliche Räume als Rückzugsorte wählen, da sie dort weniger Widerstand vermuten. „Wir werden am 1. Mai zeigen, dass die Nazis irren, wenn sie glauben, dass ihnen in ländlichen Gegenden wenig entgegengesetzt wird. Der Schein trügt: Unser Ziel ist es, eine breite antifaschistische Mobilisierung auf die Straße zu bringen“, so Willi Holzmann. Der III. Weg dürfe nicht unterschätzt werden: Die Führungskader der Partei verfügen über weitreichende Verbindungen in militante neonazistische Kreise oder sind selbst Teil derartiger Strukturen. Diese Tatsachen belegen die Vorfälle der letzten Jahre, die in Zusammenhang mit den jährlichen 1.Mai – Demonstrationen geschehen sind. So randalierten 2016 in Plauen Demonstrationsteilnehmer*innen des III. Wegs, nachdem ihre Demonstration gestoppt wurde, und verletzten eine Gegendemonstrantin schwer. In Saalfeld griffen sie im Jahr 2015 sowohl Gegendemonstrant*innen als auch unbeteiligte Bürger*innen an. Bereits am vergangenen Wochenende (dem 22.03.) kam es in Gera zu einem Angriff auf umstehende Menschen, als Neonazis des III. Wegs eine Spontandemonstration durchführten.